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Land unter Strom

Staudämme - Millionengewinne auf Kosten von Mensch und Natur


Gegenwärtig gibt es weltweit über 45.000 große Staudämme. Gerade in den sog. Entwicklungsländern gelten sie weiterhin als Motor für wirtschaftlichen Aufschwung. Dabei sind die ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen Auswirkungen gravierend.
In Mittelamerika sind zahlreiche Staudämme geplant und in Konstruktion. Auch dort zählen Abholzung von Regenwäldern, Vernichtung der Artenvielfalt, Überflutung von Gemeinden und Maya-Ruinen zu den "Begleiterscheinungen" der profitablen Bauwerke.

Die ansässige Bevölkerung ist zumeist gegen die Konstruktion der Dämme - im Falle des Widerstands droht ihnen gewaltsame Vertreibung und Mord. Die produzierte Energie und das Stauwasser dienen primär den Niedriglohnfabriken (Maquiladoras), den Monokulturen, dem Tourismussektor sowie dem Energieexport. Dagegen ist ein Drittel der mittelamerikanischen Haushalte immer noch ohne Stromanschluss. Hinter den kostspieligen Staudämmen stehen Profit- und Machtinteressen von Regierungen und Staudammindustrie. Auch deutsche Konzerne sind an den Wasserkraftwerken beteiligt - und haben selbst mit blutigen Diktaturen zusammengearbeitet. Vier Beispiele aus Honduras, Guatemala und Mexiko (Babilonia, El Tigre, Chixoy, Usumacinta) dokumentieren die zahlreichen Folgen von der Planung bis zur Inbetriebnahme von Staudämmen. Gleichzeitig zeigen sie den Widerstand der Menschen gegen Enteignung, Naturzerstörung und staatliche Gesetzesbrüche.


FILMTRAILER




Das Filmteam von Zwischenzeit e.V. reiste 5 Monate durch Südmexiko und Mittelamerika,
um existierende und geplante "Entwicklungsprojekte", deren Auswirkungen auf Mensch und Natur sowie den Widerstand zu dokumentieren. Für diesen Film begleitete es Organisationen und Betroffene, die Widerstand gegen Fremdbestimmung und Ausverkauf der Ressourcen leisten. Zudem interviewte es Politiker_innen und Unternehmer_innen. Ein wichtiger Aspekt ist die Beteiligung deutscher Unternehmen, Banken und Konsument_innen.


DVD, 78 Minuten, Honduras/Guatemala/Mexiko/Deutschland 1/2006

Idee & Konzept: Dorit Siemers, Heiko Thiele
Kamera & Schnitt: Heiko Thiele
Produktion: Zwischenzeit e.V.

Der Film ist auch in spanischsprachiger Fassung erhältlich.


12,- Euro plus Versandkosten (D: 1,50 Euro / International: 3,50 Euro)
Im Preis sind 2,- Euro Spende für die zapatistische Bewegung enthalten.

Spezialpreis: 40,- für die komplette 4-teilige Filmreihe.


=> Bestellungen an: film[at]zwischenzeit-muenster.de



Das Team führt gerne Veranstaltungen mit dem Film durch.




PRESSE ZUM FILM



Nicaragua-Zeitung, Juni 2006 (Hg.: Nicaragua-Verein Hamburg):
"Entwicklungsprojekte" - kritisch hinterfragt und dokumentiert

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Neues Deutschland, 14. März 2006:
"Motoren der Zerstörung"

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Münstersche Zeitung: