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Landhunger in Sambia

Wer profitiert von deutschen Agrarinvestitionen?


Die Aneignung von Land durch Kauf, Pachtung und Raub bedroht die Lebensgrundlagen und lokale Nahrungsmittelversorgung in vielen Regionen der Welt. In Sambia ist die Kapitalisierung der Landwirtschaft ein maßgeblicher Antrieb für die Flächenexpansion von Agrarkonzernen. Einige von diesen kontrollieren die Wertschöpfungskette, indem sie Farmen, Verarbeitungsbetriebe und Verkaufsstellen übernehmen. Die Finanzierung der Großprojekte kommt auch aus Deutschland: Zu den Investoren zählen die deutsche Investitions- und Entwicklungsbank (DEG), die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), die Deutsche Bank und das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Die Gelder dienen der Hungerbekämpfung, heißt es von offizieller Seite. Doch Menschenrechtsorganisationen kritisieren neben den Renditeerwartungen auch die sozialen, ökologischen und ökonomischen Folgen. Während die dokumentierten Unternehmen Agrivision, Zambeef und Amatheon primär für die Mittel- und Oberschicht sowie den Export produzieren, leben heute zwei Drittel der Bevölkerung unter der Armutsgrenze. Insbesondere Kleinbäuerinnen und -bauern leiden unter dem neokolonialen Agrarmodell. Sie verlieren traditionell übertragene Ackerflächen und sind zudem von Umsiedlung und Vertreibung betroffen. Ihre Forderung umfasst den Stopp privater und öffentlicher Finanzierung, vor allem aber gesicherte Landrechte und den Ausbau lokaler Vermarktungswege.





Kamera + Schnitt: Heiko Thiele
Ton: Michael Scheunemann
Sprecherin: Anne Morgan
Produktion: Zwischenzeit e.V.

HD, 26 Min., Sambia 6/2017


Der Filmemacher kann gerne für Infoveranstaltungen mit der Dokumentation kontaktiert werden: film[at]zwischenzeit-muenster.de